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So sehe ich meine Arbeit:
Therapie verstehe ich als Zusammenarbeit. Auch die Patientin und der Patient sind Experten in Bezug auf ihre
Schwierigkeiten und Belastungen. Oft ohne es zu bemerken haben sie schon einige Lösungen oder Teillösungen
gefunden. Wenn sich das Wissen der Patientin oder des Patienten und dasjenige der Therapeutin ergänzen, besteht
die grösstmögliche Chance für eine gewünschte Veränderung.
Es fasziniert mich, mit jedem einzelnen Menschen herauszufinden, wo seine Stärken liegen und wie sie
eingesetzt werden können, um Konflikte zu lösen und schwierige Situationen auszuhalten. Die langjährige Erfahrung
hilft mir, die Zuversicht auch in scheinbar aussichtslosen Momenten nicht zu verlieren.
Meine vielfältigen Therapiemethoden sind nützlich, wenn Menschen Mühe haben, sich über die Sprache
auszudrücken. Sie ermöglichen eine Aufarbeitung der Vergangenheit, auch wenn keine bewussten Erinnerungen
vorhanden sind, aber Symptome oder Leidensdruck dies erfordern. Sie helfen nicht nur, gewisse Therapieprozesse
zu beschleunigen, sondern auch, sich an gute Erfahrungen besser zu erinnern und sie schneller abzurufen.
Auf eine vernetzende Zusammenarbeit mit anderen beteiligten Personen lege ich besonders bei Kindern und
Jugendlichen mit ihrer Zustimmung grossen Wert.
Oft genügen punktuelle Hilfestellungen. Manchmal reicht es, einen blockierten Prozess wieder in Gang zu bringen,
andere Prioritäten zu setzen oder ein Problem praktisch und lösungsorientiert anzugehen.